26.10.2009
Wasser im Stellwerk
Das stört dann schon erheblich, besonders Montags früh im Berufsverkehr.
Das stört dann schon erheblich, besonders Montags früh im Berufsverkehr.
Die Wirtschaftskrise macht vor niemandem Halt, nun hat Darth Vader anscheinend einen Hilfsjob als Sprecher bei der Bahn angenommen. Im Regionalexpress kam jedenfalls vor jeder Station ein sehr tiefes, langsames gestöhne aus dem Lautsprecher. Wenn man sich das ganze schnell im Kopf erneut anhörte, war es eine “Nächster Halt”-Durchsage, nur viel zu langsam. Das gute an digitaler Technik ist ja, daß da nie ein Band ausleiert, es gehen ganz andere Dinge kaputt.
Das ist ja mal eine schöne Serie im TV: Eine Reise mit dem Bilderbogen, Dienstag, 16. Juni 2009, 21:00 Uhr.
An vielen Bahnhöfen halten heute keine Züge mehr. Doch die historischen Gebäude sind einfach zu schön, um sie verfallen zu lassen. Der Bilderbogen reist durch Hessen, macht Halt an Stationen, deren einstige Bedeutung kaum mehr zu erahnen ist und erzählt Geschichten von Menschen, deren Leben fast ausschließlich um die Schiene kreist…
Ein friedlicher, aber stillstands-effektiver Protest hat am Sonntag den Frankfurter Hauptbahnhof für Stunden lahmgelegt. Als wichtiger zentraler Knoten hatte das natürlich weitere Folgen.
Erstaunlich, daß man so schnell deutschlandweit was lahmlegen kann. Ein schönes Beispiel und ggf. Vorbild für die nächste Protestgruppe. Gut wenn man was zu lesen dabei hatte.
Man hat ja immer eine Menge Zeit, wenn man auf den nächsten Zug wartet. Warum das nicht mal sinnvoll gestalten und den mobilen Mitnehmplan selber sticken?
Und gerade der Nahverkehr wird wieder leiden. Aber es ist ja nur ein Tag und am Aschermittwoch brummt sowieso jedem der Kopf, da merkt man fast nichts mehr.
Schon wieder? Die letzte Streiks sind gefühlt erst wenige Wochen her und schon geht es wieder los. Ob man mit dem Kauf seiner Bahncard noch ein paar Tage warten sollte?
Klingt seltsam, ist seltsam. Man muß anscheinend das mühevoll angebrachte offizielle Graffiti in der Unterführung vor wilden inoffiziellen Schmierereien schützen. Dazu wurde in den vergangenen Tagen eine Schutzhaut aus Klarlack angebracht. Vor den üblichen Silvesterscherzen hilft das dann leider auch nicht. Ganze Holzpaletten wurden da in die Unterführung geschleppt und angezündet.


Bilder aus der Urzeit des Bahnhofs.
Das ganze steht seit Jahren leer, ein interessanter Einblick hinter die Kulissen des Verfalls.
Die Pächterin ist angeblich Fuß zuerst aus dem Lokal gegangen worden.
Traurige Gerüchtegeschichten.
Der Hinweis “geschlossen” ist hier fast überflüssig. Die Fahrpläne von 2006 hängen noch daneben und moderiger Geruch drinkt aus der versifften Wartehalle. Der Tod riecht nach Verspätung.
2010© Kai Kretschmann